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Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet "Beurer Tal" in Merklingen

Der Gemeinderat der Gemeinde Merklingen hat in seiner öffentlichen Sitzung am 17.12.2019 beschlossen, den Bebauungsplan „Beurer Tal" in Merklingen nach § 2 Abs. 1 des BauGB in Verbindung mit § 13 b des BauGB und die Satzung zu den örtlichen Bauvorschriften nach dem Verfahren für den Bebauungsplan nach § 74 der Landesbauordnung in Verbindung mit § 2 BauGB aufzustellen.

Für den Planbereich ist der Lageplan des Ingenieurbüros WASSERMÜLLER ULM GmbH vom 17.12.2019 maßgebend. Er ergibt sich ausfolgendem Kartenausschnitt:

Ziel und Zweck der Planung:
Die Bauplatzreserven für Wohnbauplätze der Gemeinde Merklingen sind vollständig erschöpft. Es besteht bereits eine umfangreiche Bewerberliste für Bauplätze.
 
Durch den vorliegenden städtebaulichen Entwurf sollen die Voraussetzungen für eine bedarfsorientierte Wohnbebauung am südlichen Ortsrand von Merklingen geschaffen werden. Es ist geplant ca. 2,1 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in 22 Bauplätze für eine neue Wohnbebauung umzuwandeln.
 
Die Erschließung kann wirtschaftlich über die Anbindung der neuen Haupterschließungsstraße im Norden des Plangebietes an die Bahnhofstraße erfolgen. Quartiersintern ist eine neue Ringstraße geplant, die im Nordosten und Südosten mit Fußwegen an das örtliche Wegenetz angeschlossen wird.
 
Da sich westlich des Plangebietes eine landwirtschaftliche Hofstelle und Gebäude befinden, die das Plangebiet mit landwirtschaftlichen Immissionen belasten, muss die vorliegende Planung mit der benachbarten Landwirtschaft abgestimmt werden. Zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung ist die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplanes für das Gebiet „Beurer Tal“ erforderlich. 
 
Das Verfahren kann entsprechend der Novelle des BauGB vom Mai 2017 nach § 13 b BauGB durchgeführt werden. Die entsprechenden Voraussetzungen werden eingehalten. Die Flächen werden einer Wohnnutzung zugeführt, die zulässige Grundfläche liegt unter 1,0 ha, das Plangebiet schließt an im Zusammenhang bebaute Ortsteile an.
 
Das Plangebiet entwickelt sich aus dem aktuellen Flächennutzungsplan. Fast das gesamte Plangebiet ist im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche ausgewiesen.
 
Die Ausweisung eines allgemeinen Wohngebietes stellt die konsequente Fortsetzung des nördlich angrenzenden Wohngebietes dar.
 
Gemäß § 13 b i. V. m. § 13 a bzw. 13 Abs. 2 BauGB wird in dem vorliegenden Verfahren auf eine Umweltprüfung verzichtet. Für die durch den Bebauungsplan zulässigen Bauvorhaben besteht keine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung. Eine Beeinträchtigung der in § 1 Abs. 6 Nr. 7 b BauGB genannten Schutzgüter (Schutzgebiete - LSG, NSG, FFH u. ä.) liegt nicht vor. Die festgesetzte zulässige Grundfläche liegt deutlich unter 10.000 m².
 
Im Laufe des Verfahrens wird ein Artenschutzgutachten erstellt und die Ergebnisse in den Bebauungsplan eingearbeitet.
 
Der Aufstellungsbeschluss des Gemeinderates wird hiermit nach § 2 Abs. 1 des BauGB öffentlich bekannt gemacht.
 
 
Bürgermeisteramt Merklingen, den 16.01.2020
 
Sven Kneipp
Bürgermeister